Chor Unerhört

 

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Unser nächstes Konzert:

 

Jetzt ist Sommer!

Chor Unerhört trifft Jazz isses aus Lindlar

Sa, 2.6.2012, 20 Uhr

DuMont-Berufskolleg

Escher Str. 217,  50739 Köln

Kartenvorverkauf ab Mai 2012

aktuell

Konzertbericht in der Kölner Rundschau

Politisch und gesellig im Pünktchenkleid

So war es gar nicht geplant:

Der Chor Unerhört entstand vor 30 Jahren aus einer Spontanaktion

    „Wenn man unter einer Brücke steht, über die ein Zug mit Fremden fährt, dann ist man unter Fremden“, bringt Chorsänger Fritz Weichbrodt seine Interpretation der Vokabel „fremd“ auf den Punkt. Er erntet ein paar Lacher und schon geht es los mit dem nächsten Lied, einer ver-änderten Version des Doors-Stücks „People are strange“.

 Zusammen mit den fast 40 anderen Mit-gliedern des Chors „Unerhört“ ließ Weichbrodt in der Comedia in der Südstadt alte Erinne-rungen aufleben: Schon seit 30 Jahren gibt es den Chor, der eigentlich gar keiner hatte werden wollen. In der Domstraße hatten sich 1981, im Spätsommer der Hausbesetzungen und Friedensbewegung, ein paar Studenten versammelt, die zum Geburtstag eines Freundes ein paar Ständchen zum Besten geben wollten. Dabei entdeckten sie eine Kombination aus Singen, Geselligkeit und in den Liedtexten steckenden politischen Aussagen, die sie fortan begeistern und begleiten sollte.

    Die spontane Aktion wurde wöchentlich wiederholt. Es schlossen sich so viele Hobbysänger an, dass der frisch aus der Taufe gehobene Chor in die „Alte Feuerwache“ umziehen musste. Entsprechend der Überzeugung, mit Botschaften aus der Reihe zu fallen, die sonst unerhört bleiben würden, gab sich der Chor den Namen „unerhört“.

    In optischer Hinsicht fällt der Chor auch noch genauso aus der Reihe wie in seinen ersten wilden Jahren: Die Sänger in den 40ern und 50ern zeigen sich mit Pünktchenkleid, Leo-Print und Blume im Haar von ihrer extravagantesten Seite.

    „Die Botschaft der Texte“ aber, so Chorleiter Eddi Kühn, „hat sich im Laufe der Jahre schon irgendwie verändert. Das Weltverbessern passt nicht mehr so zu uns.“ Doch auch, wenn politische Fragen in den Hintergrund gerückt sind: „Die Freude am Singen hält uns auch nach 30 Jahren noch zusammen“, betont Kühn. ...      Das Repertoire reicht dabei von Nina Hagen und Wolf Biermann über Georg Kreisler, Udo Lindenberg bis zu traditionellem Zulu-Gesang.

    Ein bisschen rührselig wurde es, als vor drei Jahren die erste Hochzeit unter „Chorkindern“, wie sie sich nennen, stattfand: Alice Stammen, die 2002 bei einem Unerhört-Konzert ein Kölschfass anstach, und ihr Mann Simon, der dabei ein Auge auf sie warf, kommen natürlich auch heute noch meistens zu den Konzerten ihrer singenden Mütter: „Zum Anfeuern“, wie Alice erklärt.

 

 

 

 

Mira Langel, 8.7.2011

 

Unser letztes Konzert:

 

30 Jahre Unerhört

Jubiläumskonzert in der Comedia Colonia

19.6.2011

 

Bilder vom Auftritt in der Comedia Colonia